Werbung für Online-Casinos: Was zwischen 6 und 21 Uhr gilt
Der Werberahmen ist enger als der Spielrahmen — und er erklärt, warum bestimmte Formate aus dem deutschen Fernsehen verschwunden sind.
Glücksspielwerbung ist in Deutschland erlaubt — aber sie ist die am stärksten eingehegte Werbeform neben Tabak und verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Für virtuelle Automatenspiele und Online-Poker gilt ein zeitliches Fenster: Werbung im Rundfunk und im Internet ist zwischen 6 und 21 Uhr nicht zulässig.
Was das praktisch heißt
- Kein Tagesprogramm. Spots für Online-Automaten laufen erst nach 21 Uhr.
- Keine Trikot- und Bandenwerbung für Automatenspiele im selben Umfang wie bei Sportwetten — die beiden Bereiche werden unterschiedlich behandelt.
- Keine Werbung mit aktiven Sportlern für Glücksspielangebote.
- Keine Ansprache Minderjähriger — weder in Bildsprache noch über die Platzierung.
Inhaltliche Grenzen
Unabhängig von der Uhrzeit ist Werbung unzulässig, die
- Glücksspiel als Weg zur Lösung finanzieller Probleme darstellt,
- den Eindruck erweckt, Gewinne seien planbar oder durch Können steuerbar,
- zu immer höheren Einsätzen auffordert,
- gesperrte Personen anspricht.
sponsored.Affiliates, Influencer, Streams
Der am schnellsten wachsende Graubereich liegt nicht im Fernsehen, sondern in Streams und sozialen Netzwerken. Wer für ein Angebot wirbt, trägt Verantwortung — auch ohne eigenen Spielbetrieb. Zwei Dinge tauchen dabei regelmäßig auf: Werbung für nicht erlaubte Anbieter, und Werbung ohne Kennzeichnung. Beides ist nicht zulässig, und beides ist in den vergangenen Jahren zunehmend verfolgt worden.
Warum das Thema Spieler betrifft
Weil Werbung die einzige Informationsquelle ist, die aktiv auf Sie zukommt. Alles andere — Lizenzstatus, Limits, Auszahlungsfristen — müssen Sie selbst nachschlagen. Wo das geht, steht in unserem Leitfaden zur GGL-Whitelist; was ein Bonusversprechen tatsächlich wert ist, rechnen wir unter Bonusbedingungen rechnen durch.