Hilfe bei Spielsucht: Anlaufstellen in Deutschland
Kostenlos, anonym, unabhängig vom Anbieter — und rund um die Uhr erreichbar. Eine geordnete Übersicht der Wege, die tatsächlich weiterhelfen.
Diese Seite enthält keine Bewertung und keinen Anbieter. Sie listet, wohin man sich wenden kann — für sich selbst oder für jemanden im Umfeld. Alle genannten Stellen sind kostenlos und unabhängig von der Glücksspielbranche.
Telefonberatung der BZgA
0800 1 372 700
Kostenlos aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz, anonym, ohne Anmeldung. Die Nummer der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist der einfachste erste Schritt — auch dann, wenn man noch nicht weiß, was man sagen will.
Weitere Wege
- check-dein-spiel.de — Selbsttest und begleitetes Ausstiegsprogramm der BZgA, online und anonym.
- spielen-mit-verantwortung.de — Informationsangebot der BZgA mit Beratungsstellensuche.
- Ambulante Suchtberatung vor Ort — getragen von Caritas, Diakonie, AWO, Paritätischem Wohlfahrtsverband oder der Kommune. Termine sind meist kurzfristig zu bekommen, die Beratung ist kostenfrei.
- Selbsthilfegruppen — etwa die Anonymen Spieler oder regionale Gruppen, oft über die örtliche Suchtberatung vermittelt.
- Schuldnerberatung — bei anerkannten Stellen kostenfrei. Wenn Geld das drängendste Problem ist, gehört sie an den Anfang, nicht ans Ende.
Was sofort möglich ist
- Panikknopf im Spielerkonto — sperrt 24 Stunden, ohne Begründung (Übersicht der Werkzeuge).
- Limits senken — wirkt sofort, im Gegensatz zum Erhöhen.
- OASIS-Selbstsperre — bundesweit, alle erlaubten Anbieter und Spielstätten, mindestens drei Monate.
- Zahlungsweg trennen — Karte aus dem Konto entfernen, Dauerzugriffe löschen.
Für Angehörige
Die genannten Beratungsstellen sind ausdrücklich auch für das Umfeld da. Zwei Punkte kommen dort immer wieder vor: Schulden zu übernehmen verschiebt das Problem, statt es zu lösen; und eine Fremdsperre über OASIS ist möglich, wenn konkrete Anhaltspunkte vorliegen — sie muss nicht von der betroffenen Person selbst beantragt werden.